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ortsfeste elektrische Maschinen:
Sind entweder fest angebracht oder können aufgrund Ihrer Masse und einer fehlenden Tragevorrichtung nicht leicht bewegt werden. Zu den ortsfesten elektrischen Betriebsmitteln gehören auch solche, die nur vorübergehend fest angebracht sind und über bewegliche Anschlussleitungen betrieben werden (Siehe auch VDE 0100-200 Abschnitte 826-16-06 und 826-16-07). Als ortsfeste elektrische Betriebsmittel gelten beispielweise Ständerbohrmaschine, Pressen, Hebebühnen, Krananlage und vergleichbare Betriebsmittel. (Quelle: BG ETEM DGUV Information 203-072 Dezember 2007)
Nach der Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Maschinen“ § 5 DGUV Vorschrift 3 BetrSichV ist die Dienststelle verpflichtet, für regelmäßige Wiederholungsprüfungen ortsfesten elektrischen Maschinen zu sorgen.
Ortsfeste Maschinen sind fest an der Verteilung angeschlossen oder verfügen über einen Stecker. Ihre Größe, Gewicht und Installation verhindern ein Bewegen.
Zu den ortsfesten Maschinen zählen z.B.:
Backöfen
Pressen
Stanzen
Schweißautomaten
Wärmeschränke
Produktionsstraßen
Drehbänke
In den Durchführungsanweisungen zu § 5 Abs.1 Nr. 2 DGUV Vorschrift 3 sind Richtwerte für Prüffristen genannt, die bei normalen Betriebs- und Umgebungsbedingungen gelten. Die Prüffristen für ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel und ortsfeste Maschinen sind abhängig von den verschiedenen Arbeitsbereichen.

Wir prüfen die ortsfeste elektrische Maschinen in folgenden Schritten:

Sichtprüfung:
  • Betriebsmittel für den Einsatzbereich geeignet?
  • Kennzeichnung
  • Verschraubung
  • Verlegung Leiter, Kabel und Leitungen
  • Schutzmaßnahmen zur Isolierung
  • Berührungsschutz
  • Abdeckungen
  • Doppelte Klemmbelegung bei PE
  • PE Verdrahtung
  • PE, L und N Sichtkontrolle
  • Schutzleiter gegen selbstlockern und Korrision geschützt
  • Überstromschutzorgane
  • Äußerliche Schäden
  • Betriebsanleitung und Dokumentationen
  • Leistung
  • Strom
  • Schutzleiterquerschnitt
Messungen:
  • Schutzleiterwiderstand
  • Schleifenimpedanz
  • Isolationsprüfung
  • Automatische Entladung (Restspannung)
  • Drehfeldrichtung
  • Spannungsmessung zwischen Leitern und Phase
Funktionsprüfung:
  • Not-Aus-Einrichtung Funktion
  • Hauptschalter in Ordnung
  • Schlüsselschalter in Ordnung
  • Verriegelung in Ordnung
  • Rechtsdrehfeld der Drehstromabgänge
  • Melde Anzeigeneinrichtungen
  • Maßnahmen gegen Wiederanlauf vorhanden
  • Schutzeinrichtungen
Präventionen zur Unfallverhütungsvorschriften sind gesetzlich im Siebtes Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Unfallversicherung – § 15 Unfallverhütungsvorschriften, geregelt.

Der TAB genannt Technische Aufsichtsbeamte (Aufsichtsperson), ist zur Erfüllung ihrer Pflichten aufgrund der Unfallverhütungsvorschriften nach § 15 befugt: zu den Betriebs- und Geschäftszeiten Grundstücke und Betriebsstätten zu betreten, zu besichtigen und zu prüfen, von dem Unternehmer die zur Durchführung ihrer Überwachungsaufgabe erforderlichen Auskünfte zu verlangen und mehr. Dies ist gesetzlich geregelt unter SGB VII §19 Befugnisse der Aufsichtsperson § 17 Überwachung und Beratung.

Hinweis: Bitte beachten Sie hier, dass die Einzelprüfdokumentationen für die Aufsichtsperson gerichtsfest nach Bestimmungen angefertigt sind.

Wichtige Informationen: Bei Nichteinhaltung der gesetzlich geregelten Vorschriften und Bestimmungen, werden die Maßnahmen nach Siebtes Buch Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Unfallversicherung - § 209 Bußgeldvorschriften, bestimmt. Hinweis: Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 bis 3 mit einer Geldbuße bis zu zehntausend Euro geahndet werden.

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